Google führt personalisierte Suchergebnisse ein

Ab sofort können Google Nutzer in den USA (also google.com) Suchergebnisse personalisieren. So ist es möglich, die Reihenfolge von Ergebnissen frei zu verändern, Kommentare abzugeben oder Ergebnisse hinzuzufügen bzw. zu löschen. Hierzu wird ein Google Konto benötigt, in dem sämtliche Einstellungen gespeichert werden. Wann immer man dann erneut nach einem schon personalisierten Thema sucht, werden die eigenen Vorgaben berücksichtigt.

Auf die Ergebnisse anderer Nutzer – also auf den Google Index – hat dies derzeit noch keinen Einfluss. Ich wette aber, dass sich das ändern wird (oder bereits im Hintergrund geschieht). Google möchte schließlich seinen Nutzern die bestmöglichen Ergebnisse liefern und freut sich da sicher über jeden “kostenlosen Redakteur”, der Spam-Ergebnisse löscht, die den Bots der Suchmaschine entgangen sind. Je mehr Nutzer dieses Feature einsetzen, um so genauer wird sich ein Ranking abzeichnen, dass auch für Google ein wichtiger Hinweis sein wird, welche Seiten tatsächlich relevant sind.

Für Suchmaschinenoptimierer sollte diese Nachricht eine Warnung sein, unsaubere Methoden der Optimierung garnicht erst zu testen. Wenn der Nutzer entscheidend dazu beiträgt, welche Seite im Suchergebnis oben steht, dann haben inhaltsleere, wertlose Seiten, die nur der Suchmaschinenoptimierung dienen, keine Chance mehr.

Das Internet sichert Obama den Sieg

Barack Obama hat 849312 Freunde ...

Barack Obama hat 849312 Freunde ...

Barack Obama – der frisch gewählte Präsident der USA – verdient seinen Wahlsieg dem Internet. Natürlich nicht ausschließlich, aber die Möglichkeiten des Web 2.0 haben er und seine Wahlkampf-Team wirklich optimal für sich eingesetzt – mit Erfolg. Obwohl John McCain mit seinen deutlich geringeren Wahlkampf-Spenden ganz besonders auf das Medium Internet hätte setzen sollen, hat er dessen Möglichkeiten offenbar nicht vertraut. Ein gewaltiger Fehler, wenn man bedenkt, dass man inzwischen über das Internet auch durchaus den 65-jährigen Rentner, Kriegsveteran oder Waffensammler erreichen kann.

Obama war in nahezu jeder Online-Community vertreten – von Facebook bis MySpace. Seine Mannschaft hat für eine optimale Verlinkung auf allen wichtigen Social Bookmark Diensten gesorgt und selbstverständlich auf eine suchmaschinenfreundliche Entwicklung der Websites von Herrn Obama. So hat er die Menschen zusammengeführt, die ihn und die Demokraten unterstützen wollten und ein virtuelles und reales Community-Gefühl geschaffen.

Also herzlichen Glückwunsch Mr. Obama und ein Hoch auf das Internet.